05.11.2010 - Der Diagnosetag
Ich hatte gleich früh um 9.00 Uhr einen Termin bei der am Vortag erst entdeckten Tierärztin gemacht und wäre beinnahe zu spät gekommen. Joker wehrte sich mit allen Vieren und wollte partout nicht in seinen Transportkorp. Zu diesem Zeitpunkt wog er noch 8,8 kg und ich hatte auf dem eigentlich kurzen Weg zur Tierärztin heftig zu kämpfen den schweren Kater, der wie von Sinnen in der Box miaute und tobte, zu tragen.
Ich hatte zwar bereits den Verdacht, das Joker eventuell eine Diabetes haben könnte, aber was das genau für "uns" bedeuten sollte und wie "wir" damit umzugehen haben, konnte ich mir in den kühnsten Träumen noch nicht vorstellen.
Bei der Ärztin angekommen wurde mein Katerchen unheimlich ruhig und widererwartend ließ er sich auch ohne weiteres untersuchen. Ich hatte bei dem Theater am Morgen schon befürchtet, das er die Ärztin in Stücke reißen würde, aber nichts dergleichen passierte.
Als erstes musste ich der Ärztin genau beschreiben was vor drei Tagen passiert war und wie sich Joker in den letzten drei Tagen verhalten hatte. Sie fragte mich nach seinen Fress- und Trinkverhalten und ich erzählte ihr, das er sehr gut frisst, eigentlich pausenlos hunger zu haben scheint und unmengen an Wasser zu sich nimmt. Danach sollte ich ihr erklären ob Urin- und Kotabsatz regelmäßig erfolgt und auch das konnte ich bejahen.
Während dessen untersuchte die Ärztin meinen Schatz, hörte sein Herz ab, schaute ihm in Ohren, Augen und Maul. Sie tastete ihn am Bauch und in der Nierengegend ab. Joker verlohr zwar unmengen an Haaren und schaute auch immer wieder gepeinigt zu mir auf, aber annsonsten sah er für mich aus wie immer.
Die Ärztin erklärte mir, das es sonst weiter keine Auffälligkeiten geben würde, sie aber aufgrund meiner Beschreibungen auch den Verdacht der Diabetes hege. Um eine genaue Diagnose stellen zu können sagte sie mir, müsse sie Blut abnehmen und dieses ins Labor schicken. Dort würde dann der Fructosaminwert (Langzeitzuckerwert) ermittelt werden können, der für die Diagnosestellung unerlässlich sei. Außerdem wollte sie auch gleich die Leber- und Nierenwerte überprüfen lassen und nach seinem Minerallhaushalt schauen.
Schon am Vortag hatte ich der Ärztin meine miese finanzielle Situation beschrieben und sie erklärte sich damit einverstanden, das ich die Behandlungskosten vorerst bezahle wie ich es kann und weitere Kosten mit Raten abstottern werde. Ohne diese Vereinbarung hätte ich nämlich wirklich nicht gewußt, wie ich das alles bezahlen soll...
Dienstag, 8. März 2011
Katzendiabetes - Die Diagnose
Donnerstag, 3. März 2011
Katzendiabetes - Der Schocktag Teil 1
... 02.11.2010 - Der Tag, an dem mein Kater Joker zusammenbrach...
Joker war die letzten 10 Jahre ein ausgesprochen gesunder Kater. Bis auf ein paar Blessuren, die er sich beim raufen mit seinem "Kumpel" Lucky eingefangen hatte, war mein Katerchen immer aktiv, fit, verspielt, vermust und irre anhänglich. Er mochte mich nur schwer mit anderen teilen und ich habe oft gedacht. "...mensch, lass mich doch mal 5 Minuten in Ruhe...".
Das alles änderte sich schlagartig von einem Moment auf den anderen - so dachte ich jedenfall noch am Anfang...
Im ersten Moment dacht ich echt, er will mich jetzt ärgern, denn er war - bis auf die ersten Wochen - bei mir immer Stubenrein, er hatte schon seit Jahren niergends mehr hin gemacht.
Etwas perplex und auch ein wenig erboßt sprang ich von der Couch hoch und wollte ihm einen kleinen Klapps auf den Po geben um das "Unheil" zu verhindern, aber Joker schrie in dem Augenblick auf, als ich ihn berührte. Ich hatte mich über den Laut seines Geschreies heftig erschrocken und mein Vorhaben augenblicklich unterbrochen. Ich musste auch gar nichts mehr tun, denn Joker stand sofort wieder auf, lief schreiend und gebückt wie ein geprügelter Hund zum Esstisch und würgte auch schon im selben Augenblick sein ganzes Essen wieder hoch.
So wieso schon irritiert von seinem Verhalten wollte ich zu ihm, doch Joker rannte von seinem Erbrochenen weg und bewegte sich etwas taumelnd auf die Treppe zur Galerie zu.
Normalerweise rennt er diese Treppe immer in einem Affenzahn nach oben, doch in diesem Moment kam er gerade mit etwas Schwung die ersten drei Stufen hoch und musste dann offensichtlich pausieren. Ich lief hinter ihm her und quatschte ihn besorgt zu.
Doch Joker humpelte die Treppen weiter hoch und zog sich offensichtlich von mir zurück. Ich beobachte ihn noch, wie er sich auf der Galerie in sein Schlafkissen kuschelte, aber ich ließ ihn dann auch in Ruhe. Schließlich musste ich mich um die Beseitung von Pippi und Erbrochenen kümmern...
Joker war die letzten 10 Jahre ein ausgesprochen gesunder Kater. Bis auf ein paar Blessuren, die er sich beim raufen mit seinem "Kumpel" Lucky eingefangen hatte, war mein Katerchen immer aktiv, fit, verspielt, vermust und irre anhänglich. Er mochte mich nur schwer mit anderen teilen und ich habe oft gedacht. "...mensch, lass mich doch mal 5 Minuten in Ruhe...".
Das alles änderte sich schlagartig von einem Moment auf den anderen - so dachte ich jedenfall noch am Anfang...
Im ersten Moment dacht ich echt, er will mich jetzt ärgern, denn er war - bis auf die ersten Wochen - bei mir immer Stubenrein, er hatte schon seit Jahren niergends mehr hin gemacht.
Etwas perplex und auch ein wenig erboßt sprang ich von der Couch hoch und wollte ihm einen kleinen Klapps auf den Po geben um das "Unheil" zu verhindern, aber Joker schrie in dem Augenblick auf, als ich ihn berührte. Ich hatte mich über den Laut seines Geschreies heftig erschrocken und mein Vorhaben augenblicklich unterbrochen. Ich musste auch gar nichts mehr tun, denn Joker stand sofort wieder auf, lief schreiend und gebückt wie ein geprügelter Hund zum Esstisch und würgte auch schon im selben Augenblick sein ganzes Essen wieder hoch.
So wieso schon irritiert von seinem Verhalten wollte ich zu ihm, doch Joker rannte von seinem Erbrochenen weg und bewegte sich etwas taumelnd auf die Treppe zur Galerie zu.
Normalerweise rennt er diese Treppe immer in einem Affenzahn nach oben, doch in diesem Moment kam er gerade mit etwas Schwung die ersten drei Stufen hoch und musste dann offensichtlich pausieren. Ich lief hinter ihm her und quatschte ihn besorgt zu.
Doch Joker humpelte die Treppen weiter hoch und zog sich offensichtlich von mir zurück. Ich beobachte ihn noch, wie er sich auf der Galerie in sein Schlafkissen kuschelte, aber ich ließ ihn dann auch in Ruhe. Schließlich musste ich mich um die Beseitung von Pippi und Erbrochenen kümmern...
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